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Es scheint so eine Art Familientradition zu sein, die glücklicherweise auf mich abgefärbt hat. Meine Eltern haben sich über die Musik kennen gelernt und ich bin mit Musik im Familienkreis, bei ab und zu stattfindenden freund- und nachbarschaftlichen Sessions groß geworden.
Über Geige, Pubertät (die die Geige deutlich unattraktiver aussehen ließ) der ersten Schülerband ( mit fatalen Misserfolgen) bis endlich zum Gesang, bei dem ich wohl meine Bestimmung/Berufung gefunden habe.
Schön war er wohl zuerst nicht , aber voller Herz und Überzeugung, wenn ich mit wenig Können aber um so mehr Leidenschaft, Sexy Sadie und Yesterday von meinen Dauerfavoriten, den Beatles, gesungen habe - nach eigener engagierter, wenn auch bescheidener, Gittarrenbegleitung.
Vieles ist zum Glück besser;-) oder zumindest anders und eigen geworden.
Mein Gesang nun, es ist seltsam und es scheint mir unangemessen zu sein darüber ernsthaft etwas zu sagen, ich LIEBE das Singen, vielleicht reicht das, wenn man für sich Lieben, mit all dem schrecklich/schönen definiert hat.
Es geht GAR nicht ohne, ohne Bühne bin ich allein, oft einsam, meist unverstanden und immer auf der Suche, nach dem was der Sinn sein könnte.
Viel ist seit dem Geschehen. Einiges ist Anders. Ich bin älter geworden.
Das ist gut so und immer mehr wird mir klar Erfolg oder nicht das es Dinge gibt, ohne dich ich nicht leben kann und will.
Musik, Bühne, das Publikum Das ist es!!
Das was immer und überall passiert, ist oft das, was wirklich berührt, weil es so einfach und so natürlich ist und uns ständig umgibt.
Die Texte, die Musik sind und waren eine Ausdrucksform meiner innerer Seelenzustände-Gemütsverfassungen-Empfindungen und Gefühle.
Es ist seltsam das man über solche Dinge kaum ohne Pathos reden kann, aber was hier passiert geht nur, wenn man tatsächlich gleich tickt.
Die Sicherheit, die mir meine Familie gibt, ist das Fundament der Ruhe die ich brauche, um meinen Platz hier in der Welt zu finden und meine Fähigkeiten zu leben.
Wenn ich aber über die „Einsamkeit in der Zweisamkeit“ einen Text schreibe ist es einzig diese Konstellation an Menschen-Freunden-Musikern, denen es gelingen kann auch die musikalische Interpretation-für mich- zu realisieren.
Wir kennen uns schon lange, seit über 20 Jahren, und heute - wie früher zu unseren „the sheep“ Zeiten, ist es DAS warum ich Musik mache und immer machen wollte:
„Weil es diese Band in meinem Kopf schon immer gegeben hat.“
Nur hier kann ich meine musikalische Gedankenfreiheit leben und den Ausdruck finden der mich ehrlich darstellt.
Oftmals mehr als mir lieb ist, weil meine Texte mich entblößen, ich dann nackt bin und ich mich in einem sehr verletzlichen Zustand befinde.
Das ist allen vertraut und ein Sinn Eigene Musik zu schreiben.
Es ist wie mit einem sehr guten Buch, in dem Andere das formulieren, was man oftmals selbst schon weiß oder gedacht hat.
Es ist gut, dass ich dann erleichtert feststelle nicht alleine zu sein.“
Die Gittarrenbegleitung ist gut genug um meine innere Musik nach außen zu bringen, meinen Ideen - meinem Gesang - eine Grundlage zu geben und meinen Jungs meine Herzensangelegenheiten darzustellen
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